23H-10 Teil 5 Zurück im Norden und zur Fähre

 

Interessant ist die Fragmentierung der Einflussbereiche. Links neben unserem Surferparadies befindet sich eine kleine türkische Enklave.Mit durchgehenden roten Strichen habe ich die beiden britischen Territorien gezeichnet. Um Limasol im Südwesten und östlich von Larnaca befinden sich zwei britische Territorien.  

Die beiden britischen Gebiete sind hier in pink dargestellt. In Grau die UN-Pufferzone. Übrigens, diese Karte ist von der CIA freigegeben.



2. November 2023, Donnerstag

Unsere Zeit auf Zypern neigt sich dem Ende zu. Es fehlt nur noch der Westen des Nordens. Dort befindet sich der Campingplatz „Kite Heaven“. Hier können wir gut die nächsten zwei, drei Tage verbringen. 

Von Nikosia auf südzypriotischer Seite zum Grenzübergang, mitten auf dem Lande. 

Nach dem Grenzübertritt ist als Nächstes das Wechseln der SIM-Karten der Handys dran. Wir haben jeder drei SIM-Karten (EU, Türkei und Nordzypern) und setzen natürlich die falsche ein. Irgendwann bekommen wir das mit. Jetzt sind wir wieder mit der ganzen Welt verbunden, haben Zugang zu allen Informationen. Wir schätzen diesen Komfort. 

Zum Camping „Kiter-Himmel“. Das ist leider kein Wohnmobil-Himmel. Schade. Wir nutzen den Platz vor dem Camp. 



Im Hintergrund ist der Kite-Himmel. Für unsere Wohnmobile ist die Einfahrt zu schmal. Bäume und Sträucher würden der Außenhaut unserer Autos nicht gut tun. 




Bis vor Kurzem wurde hier Kupfererz verschifft. Die Verladeanlagen stehen noch.



Die Militärpräsenz ist unübersehbar. Hier steht die Schutzmacht Türkei.



Abendessen im guten Restaurant nebenan, zusammen mit Angelika und Bernd. Klasse.

Für einen längeren Aufenthalt ist dieser Platz für uns nicht geeignet. 

 

3. November 2023, Freitag

Wohin? 

Unser erster Platz hier auf Nordzypern war ideal. Strand, Duschen, Restaurant, alles da was wir brauchen. 

Vorher noch in die nahen Berge. Hier wurde Kupfer abgebaut. Der Name Kupfer geht auf die Insel Zypern zurück. 

An einem Straßenkreisel hatten wir gestern bei der Anfahrt einen alten Grubenzug gesehen.

Ganz in der Nähe wurde Kupfer abgebaut. Das müssen wir uns anschauen.

Wikipedia weiß:

Kupfer (lateinisch Cuprum) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cu und der Ordnungszahl 29. Es ist ein Übergangsmetall, im Periodensystem steht es in der 4. Periode und der 1. Nebengruppe (nach neuer Zählung Gruppe 11) oder Kupfergruppe. Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von (aes) cyprium„Erz von der griechischen Insel Zypern“, auf der im Altertum Kupfer gewonnen wurde.

 Zuerst fahren wir zu einem verlassenen "Bad" am Kupferwasser-Stausee.


Solche verlassenen Orte strahlen Vergangenheit aus und regen zum Nachdenken über Vergangenes an. Die Eisenzeit wird durch das "Metall aus Zypern" durch die Bronzezeit ersetzt! 




Weiter auf fester Straße zu den kläglichen Resten des Kupferbergbaus auf der Insel.




Gebaut 1949

Gebaut 1929, robuste Technik!


Anschließend über die Küstenstraße nach Agios Amvrosios, rund 15km östlich von Girne.

Schön, irgendwie sind wir wieder hier, am Alagadi Plaji, dem Schildkröten Paradies, sowas wie unser kleines zu Hause.

 

4. November 2023, Sonnabend

Ausspanntag, sonnig, baden, duschen, essen.

 

5. November 2023, Sonntag

Noch ein Tag an unserem schönen Schildkrötenstrand. Heute kommen hier neben den normalen Urlaubern auch viele sehr dunkelhäutige junge Menschen her. 

Den Schattenplatz neben unseren Wohnmobilen nutzen sie zum Vorbereiten des Salates für das Picknick. 


Südafrikanische Studentin auf Nord-Zypern

Wir kommen ins Gespräch. Sie feiern hier am Strand den Abschluss ihres Studiums. Die nichtanerkannte Republik Nordzypern hat bei rund 380 000 Einwohnern 14 Universitäten. Das Studium ist günstig und die Abschlüsse werden anerkannt.

Beim Recherchieren der Einwohnerzahl fallen mir folgende Zahlen auf: 

2006 (Volkszählung): 265 000

2011 (geschätzt): 286 000

2017 (geschätzt): 326 000

Diese Entwicklung deutet auf die gezielte Ansiedlung von Festlandtürken hin und hat sicherlich das Ziel, die Teilung zu festigen.

 

6. November 2023, Montag

Unser Zypernabenteuer geht dem Ende entgegen. Wann wollen wir übersetzen? Wir wissen, es wird nochmal stressig. Das heißt, einen Platz für die Fähre muss gebucht werden.



Wir alle vier mit unseren beiden Wohnmobilen bekommen noch für heute 14:00 Uhr einen Platz auf der nächsten Fähre. Um 12:00 Uhr soll das Einchecken beginnen. Das Tor zum Hafen wird eine Stunde später geöffnet, die Fähre wird langsam beladen und schwimmt mit zwei Stunden Verspätung los. 

Wir haben gelernt! Reisetabletten frühzeitig nehmen. Sie haben gewirkt!

Die Einzelpassagiere gehen auf die Fähre.

Ganz zum Schluss fahren wir mit unserem Womo durch dieses Loch in den Bauch der Fähre.

Warten auf die LKW, die nach oben fahren. Erst dann können wir rauf. 
Die Sonne geht fast unter als wir los kommen.


Wir sind inzwischen Spezialisten und wissen, im Wohnmobil bleiben geht gar nicht! Zumal wir als vorletztes Fahrzeug im Bauch des Schiffes verstaut wurden. Hoher Geräuschpegel und sehr schlechte Luft! 

Hoch in den Aufenthaltsraum mit Buffet und vielen „Flugzeugsesseln“. Es ist immer noch belastend, aber nicht so schlimm wie vor über drei Wochen.


Unser Standort kurz nach dem Ablegen. 

Mit weiterer Verspätung kommen wir auf dem Festland an. Um halb zwei Uhr morgens trinken wir an unserem Nachtplatz in Tasucu das „Einschlafbier“. In Summe hat die Fährüberfahrt damit rund 12 bis 13 Stunden gedauert. Angeblich sollen es rund 6 Stunden sein. Wir sind gut mit dieser Fähre auf das Festland gekommen, und nur das zählt! 

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