23H-07 Zypern Teil 2: Nordzypern, der Osten Schildkrötenstrände, Badestrände, Antike Geschichtein Salamis und Farmagusta und neuere Geschichte in der Geisterstadt Varosha

 23H-07 Zypern Teil 2: Nordzypern, der Osten Schildkrötenstrände, Badestrände, Antike Geschichtein Salamis und Farmagusta und neuere Geschichte in der Geisterstadt Varosha



18. Oktober 2023, Mittwoch

Die Nacht war angenehm ruhig. Keine störenden Geräusche!!!

Morgenbad, bestes Wetter, der Stern knallt. Wir verziehen uns unter das schützende Dach der Gaststätte im Freien. Hier können wir es gut aushalten.

Eiskaffee trinken, gute Gespräche, Mittagessen am frühen Nachmittag und am Blog schreiben, Fotos in die Cloud laden. Wie sagt man so schön: es passt. Das war am 19. Oktober vor dem Versenden des Blogs. 

Unser erster Strand in Zypern, Nebenan legen die Schildkröten im Frühjahr ihre Eier ab.





Um 22.24 Uhr sind hier noch 22°C!


Für das finale Versenden unseres nächsten Posts habe ich mich in die inzwischen geschlossene Gaststätte gesetzt. Das Internet ist gut, keine Leute mehr da, die einen stören.

So richtig passt es nicht: 

Den Text schreibe ich auf „Word“ und kopiere ihn anschließend in “blogger.de“. Das klappt und passt. Aber dann.

Zuerst finde ich meinen eigenen Blog nicht mehr, dann habe ich ihn auf wundersame Weise gefunden. Beim Einfügen der zugehörigen Bilder das nächste Problem. Genau die, die ich einsetzen will, finde ich nicht. Die Bilder werden mit dem Handy aufgenommen und sonst immer automatisch mit allen Geräten synchronisiert, so dass sie auf allen Geräten vorhanden sind. Das geht aber auch übers Internet und meist war nur das Handy mit diesem verbunden. Wieder mal, ich bin das Problem. Das Ganze muss beim nächsten Mal in Ordnung gebracht werden. Es ist inzwischen dunkel und ich bin etwas genervt. Heute pack ich das nicht!!!

 

 

19. Oktober 2023, Donnerstag

Schildkröten-Strand und auf die Ostseite nach Vokolidia

Morgenbad, der Stern knallt und wir fahren weiter die Nordküste in Richtung Nordost-Kap. Am Strand der Schildkröten-Schützer begreifen wir, dass die Wege zum Kap für unsere Wohnmobile nicht geeignet sein werden. Schade, aber Schotterstraßen müssen wir nicht viele Kilometer weit fahren.


Schildkrötenstrand

Hier oben ist eine Station der Schildkrötenschützer.



Quer über die Halbinsel an den Strand von Bafra. Schöner Strand, aber wie gewohnt, das Problem „vom Menschen produzierter Müll“ ist hier nicht in den Griff zu bekommen. 

Die Strand-Kioske sind noch auf, Bier und Pommes geht immer.

Am Strand von Bafra

Unser Übernachtungswald

 

 

20. Oktober 2023, Freitag

Agios Sergios / antike Stätte Salamis

Noch in Bafra



Wir waren baden.


Die Wege hier auf Zypern nicht weit. Die Ostküste etwas weiter herunter an den Strand von Salamis. Ein Parkplatz, Zwei Gaststätten und eine antike Ausgrabungsstätte warten auf uns. 





Stein gewordene Geschichte ansehen. Baden und etwas essen.

Wikipedia verrät uns über Salamis: 

Salamis (assyrisch Ki-(i)-su, altgriechisch Σαλαμίς Salamís, griechisch Σαλαμίνα Salamína, lateinisch Constantia) war ein eisenzeitliches Stadtkönigreich und eine antike Stadt an der Mündung des Pediaios im Osten der Mittelmeerinsel Zypern an einer weiten Bucht etwa 6 km nördlich des heutigen Famagusta.

Gründungsmythos:

Der mythische Gründer von Salamis war Teukros, Sohn des Telamon, des Königs der gleichnamigen griechischen Insel Salamis. Er soll nach der Zerstörung Trojas auf Zypern gelandet sein, dort Zeuseinen Tempel errichtet und Eune, die Tochter des Kinyras, geheiratet haben. Sein Schwiegervater, Kinyras, war – infolge einer Inzestverbindung mit seiner eigenen Tochter Smyrna (Myrrha), Eunes Schwester – der Vater des Adonis.

Teukros gründete auf Zypern eine Stadt, die er nach seiner Heimatinsel Salamis nannte.[1]

 

Geschichte:

Seit dem 11. Jahrhundert v. Chr. hatte Salamis die Führungsrolle unter den zypriotischen Stadtkönigtümern inne. Die zu Beginn relativ kleine Stadt mit einer Nekropole an ihrem westlichen Rand breitete sich seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. nach drei Seiten aus. Die alte Nekropole wurde überbaut und im Süden eine neue angelegt, die bis zum Kloster des heiligen Barnabas reicht. Handelsbeziehungen zeigen die Einflüsse der Hochkulturen Kleinasiens, des Vorderen Orients und Ägyptens.

 

Im 8. Jahrhundert v. Chr. ist verstärkter phönizischer Einfluss erkennbar. David W. Rupp[2] nimmt sogar an, dass diese intensiven Handelsbeziehungen mit der Levante zur Herausbildung des Königtums von Salamis nach vorderasiatischem Muster führten. Er sieht die Beigaben in den Königsgräbern als „bewusstes politisches Statement“.[3] Anthony Snodgrass sieht die Gräber dagegen als Selbstdarstellung alteingesessener etablierter Herrscher.[4]

 

Die Herrschaft der Assyrer am Ende des 8. Jahrhunderts schlägt sich im verstärkten Vorkommen vorderasiatischer Elemente nieder. Belegt wird die führende Rolle von Salamis zur Zeit der ägyptischen Oberherrschaft durch die Münzen des Königs Euelthon (560–525 v. Chr.), auf denen er sich als Herrscher der Insel bezeichnet. Stärker als zuvor war die Geschichte von Salamis nun mit der der ganzen Insel verknüpft. Bei den Auseinandersetzungen mit dem Perserreich, im Ionischen Aufstand und in den Streitigkeiten um die Nachfolge Alexanders des Großen spielte sie eine Rolle.

König Euagoras I. war mit Athen und dem Pharao Hakor (393–380 v. Chr.) verbündet, und es gelang ihm kurzfristig, Tyros, Sidon und vielleicht auch Dor unter seine Kontrolle zu bringen. Inschriften in zyprisch-archaischer Schrift aus Dor könnten aus dieser Zeit stammen. Der letzte König von Salamis, Nikokreon, beging 311/310 mit seiner Familie Selbstmord. 306 v. Chr. fand bei Salamis eine entscheidende Seeschlacht der Diadochenkriege statt, in der Antigonos I. gemeinsam mit seinem Sohn Demetrios I. Poliorketes den ägyptischen Feldherren Ptolemaios I. besiegten, der Zypern bis dahin kontrolliert hatte.

Als erste Stadt Zyperns prägte Salamis etwa ab 515 v. Chr. Münzen.[5]

 

Unter den Ptolemäern löste Paphos Salamis als wichtigste Stadt der Insel ab.

Ab 54 v. Chr. wird Zypern vorläufig, ab 31 v. Chr. endgültig römische Kolonie. 

Ca. 45–47 n. Chr. wird Salamis während der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas vom Christentum erreicht, wobei die Missionare sich an die dortige jüdische Gemeinde wandten (Apostelgeschichte 13,5).

Die Wasserversorgung der Stadt wurde durch ein Aquädukt von Chrytoi aus sichergestellt. Salamis wurde 332 und 342 n. Chr. durch Erdbeben heimgesucht, Letzteres mit einem Tsunami verbunden.

Im Jahre 115 soll Salamis nach dem Bericht des Cassius Dio während des Aufstandes der Juden gegen Kaiser Trajan zerstört worden sein, wobei 240.000 Einwohner umgebracht wurden. Unter Constantius II. wurde sie auf beschränktem Areal wieder aufgebaut und führte den Namen „Constantia“. Zur Zeit des Bischofs Epiphanios (368–403 n. Chr.) löste sie Paphos als Inselmetropole ab.

In einer Inschrift aus den Thermen von Salamis werden Justinian und Theodora als Erneuerer der Stadt gelobt.[6] Zu ihrer Zeit scheinen sowohl die Thermen als auch die Basilika des Epiphanius erneuert und verschönert worden zu sein. In den Thermen wurden Marmorsäulen errichtet, eine Säule im Zentrum der Palästra trug vermutlich ein Standbild des kaiserlichen Paares. In der Basilika wurde das halbrunde Synthronon erbaut und der Fußboden mit weißen Marmorplatten versehen. Das Hagiasma des Nikodemus in Constantia enthält Inschriften und Wandmalereien aus dem 6. Jahrhundert, unter anderem einen Christuskopf.

Constantia bestand nur 300 Jahre. Überfälle der Araber und Naturkatastrophen setzten ihr um die Mitte des 7. Jahrhunderts ein Ende und führten zum Aufschwung des benachbarten Ammochostos, des späteren Famagusta.[7]

 

Mamorstatuen

Agora

Theater

Der Dieter

Wege

Kunstvoll geschmückt

Es ist schon unglaublich, was uns die alten Römer so alles hinterlassen haben.

Sonnenuntergang vom Feinsten.


 

21. Oktober 2023, Sonnabend

Von Salamis nach Farmagusta, eine tolle Altstadt und die Geisterstadt Varosha. 

Sonnenaufgang am Sonnabend, verstehen muss man das nicht.

Famagusta, erst in die Altstadt. 


Unsere Parkplätze




Als die Osmanen die Stadt erobert hatten, haben sie einfach auf die Kirchturmspitze ein Minarett gesetzt und diese umgewidmet als Moschee








Hier spürt man den Einfluss der verschiedensten Kulturen. Alle waren sie hier. Zypern liegt auf dem Weg von Afrika nach Europa und von Asien nach Europa. Also kein Wunder, dass alle hier Ansprüche anmelden. 

Wir versuchen in die Geisterstadt zu kommen und landen nach einem Umweg bei einer Familie, direkt an der Grenze zur Geisterstadt. Wir bekommen Kaffee angeboten und haben ein gutes Gespräch zur aktuellen Situation hier, im „Schatten der Demarkationslinie“. 


An der Demarkationslinie

An der Demarkationslinie

An der Demarkationslinie

An der Demarkationslinie



Es ist vollkommen anders und doch irgendwie, wie im geteilten Berlin. 

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung wird der Zypernkonflikt thematisiert: 

https://www.bpb.de/themen/europa/tuerkei/185876/der-zypernkonflikt/

Es wird nicht leicht sein diese Interessenkonflikte zu lösen. 

Wir suchen in der Nähe der Geisterstadt Varosha einen Stellplatz für die Nacht, finden ihn und gehen in dieses Disneyland eines Konfliktes. Der Übertritt in das von den türkischen Streitkräften besetzte Hotelgebiet ist problemlos. Ein Teil der Straßen bestens asphaltiert, mit Fahrspuren für Räder, Fußgänger und „Ausflugsfahrzeuge“. Abgesperrt sind die seit 1974 verlassenen Hotelkomplexe. Viele Leute sind unterwegs und schauen sich den Irrsinn an. Wir gehören zu den Leuten, die sich ebenfalls den Irrsinn ansehen. 

 

1974 mit Baukran verlassen.

49 Jahre nach dem Verlassen holt sich die Natur sich zurück, was ihr gehört.

Überall Touristen, es gab sogar ein Kaffee. Auch wir haben dieses Angebot genutzt.

Im Disneyland eines Krieges.

Im Disneyland eines eingefrorenen Konfliktes.

In Varosha

Büro der UNO-Soldaten aus der Slowakei.

Krieg als Disneyland?

Hier wird der Krieg zum Event. 

"Grenzübergangsstelle" von innen. 

Am Abend setzen wir wegen einer Hochzeit in einem naheliegenden Hotel um. Auf unserem neuen Platz ist es nicht besser. Laute vorbeifahrende Autos, fahrende Musikboxen beschallen den Hafenbereich und damit auch uns. 

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