23H-04 In die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt der Hethiter Hattusa, anschließend Heißluftballons vom Campingplatz aus beobachten

23H-04 In die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt der Hethiter Hattusa anschließend Heißluftballons vom Campingplatz aus beobachten 

 6. Oktober 2023, Freitag 
 Fahrtag von Ankara nach Hattusa. Übernachten auf Stellplatz an einem Hotel. Abendessen im Restaurant, dabei vereinbaren wir für morgen einen Führer mit einem Auto für zwei Stunden. Das soll reichen. 
Der Einflussbereich der Hethiter - Biblische Geschichte, altes Testament? Ich habe nicht nachgelesen.


7. Oktober 2023, Sonnabend 
 Die Zeit reicht nicht. Es werden wie eigentlich vom Führer vorgeschlagen vier Stunden. Und es war unglaublich interessant. Seit 8000 Jahren siedeln in diesem Gebiet Menschen! 
Die ersten Zivilisationsspuren sind für 6000 vor Christus nachgewiesen. Das Reich der Hethiter existierte rund 500 Jahre lang. Gegen 1750 v.Chr. erscheinen die Hethiter, sind zeitgleich mit den Assyrern und den alten Ägyptern die vorherrschenden Mächte am Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und dem Zweistromland. Um 1200 v. Chr. Verlassen die Hethiter den Lauf der Geschichte. 

Im Eingangsbereich

Hier geht es zu den Ausgrabungen

Ein magischer Stein

Blick von hier über Hattusa

Jede Menge große bearbeitete Steine, vor knapp 4000 Jahren bearbeitet! 


Am Löwentor

verwitterter Löwe

restaurierter Löwe



Blick über die Landschaft

Königstor

Königstor

Immer noch am Königstor

An einer Grabkammer

Hieroglyphen der Grabkammer. Ich fühle mich wie im Alten Ägypten, obwohl ich nie da war.

Felsen nhyroglyphen


Hieroglyphen in einer Talkammer




Das scheint nachmpfunden zu sein.

Bei nationalgeographic.de lese ich:

 

Was besiegelte den Untergang der Hethiter? Im 12. Jahrhundert v. Chr. verschwand das Volk der Hethiter plötzlich von der Bildfläche. Um die Hintergründe ranken sich zahlreiche Theorien. Nun hat ein Forschungsteam einen wichtigen Faktor aufgedeckt: eine schwere Dürre, die die Region plagte.Lange war unklar, was diesen plötzlichen Niedergang verursacht hat. Gängige Theorien handeln von feindlichen Armeen oder innerpolitischen Spannungen – doch archäologische Befunde aus der Zeit deuten darauf hin, dass die königliche Verwaltung die Stadt mit Sack und Pack verließ, bevor sie niedergebrannt wurde. Gaben die Hethiter ihr Reich also freiwillig auf? Licht ins Dunkel bringt nun womöglich ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den USA. In ihrer Studie, die in dem Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, konnten sie eine dreijährige Dürre nachweisen, die mit dem Untergang der Hethiter zusammenfiel. Diese könnte das Ende Hethiter besiegelt haben: Die Ernte wurde knapp, Vorräte schwanden – in einer Zeit, in der die Region ohnehin schon von großen politischen und ökonomischen Veränderungen gekennzeichnet war. Spuren im Holz antiker Wacholderbäume Der Einfluss von klimatischen Veränderungen auf den Niedergang antiker Zivilisationen wird schon länger untersucht. Bekannt ist bereits, dass vor etwa 3.200 Jahren eine Trockenperiode begann, die den Ländern des östlichen Mittelmeerraumes zusetzte – und somit auch den Zivilisationen, die dort herrschten, darunter die Hethiter. Um die klimatischen Veränderungen dieser Zeit noch konkreter bestimmen zu können, widmete sich das Team um Sturt Manning, Archäologe von der Cornell University in den USA und Hauptautor der Studie, ganz besonderen Zeitzeugen: Wacholderbäumen aus der Region und Zeit, in der die Hethiter regierten. Sie untersuchten die Überreste der Bäume, die zuvor bei archäologischen Grabungen in der Region entdeckt worden waren. Die Klimadaten aus dem Holz zeigen: Kurz vor ihrem Fall mussten die Hethiter eine Dürre außerordentlichen Ausmaßes überstehen. „Die Breite der Jahresringe deutet darauf hin, dass etwas wirklich Ungewöhnliches vor sich ging“, sagt Manning. „Der Baum kämpfte um sein Überleben.“ Eine zusätzliche Isotopenanalyse habe diese Annahme noch untermauert. Die Dürrejahre könne man so recht genau auf die Jahre zwischen 1198 und 1196 v. Chr. datieren. Untergang durch Dürre in der Bronzezeit Wurden die Hethiter also nach fast fünf Jahrhunderten als eine der Supermächte der antiken Welt letztendlich von der Natur bezwungen? Die Studienautoren sind sich sicher, dass die Dürre zumindest einen erheblichen Teil dazu beigetragen haben könnte. „Zwei oder drei Jahre langanhaltende, wirklich extreme Ereignisse wie diese können selbst gut organisierte, widerstandsfähige Gesellschaften aus dem Gleichgewicht bringen“, sagt Manning. Gepaart mit einem langsamen Kollaps von Handelsrouten, einer ohnehin schon langanhaltenden Trockenperiode und politischen Spannungen könnte die Dürre letztendlich das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

In der Schule haben wir etwas über den Fruchtbaren Halbmond gelernt

 

8. Oktober 2023, Sonntag

 

Fahrtag von Hattusa zum Camping Kaya in Ortahisar.

 

Von Hattusa nach Ortahisar/Cappadokien

Die anatolische Hochebene ist keine ebene Fläche. Die Berge sind bis zu 3917 m (der Ericiyes bei Kayseri) hoch. Wir bewegen uns so um die 1000 Höhenmeter lustig auf und ab. Die Straßen sind gut ausgebaut, es lässt sich gut fahren. Teilweise liegt die Gegend wie auf einer Landkarte vor uns. Alle Felder sind abgeerntet, strohgelb ist die vorherrschende Farbe. Wenige grüne Gemüsefelder.

 

Rote, braune und graue frisch umgepflügte Flächen, kaum Bäume. Langweilige Landschaft oder spannende Landschaft, wir sind uns nicht sicher. Alles bis auf die felsigen Abschnitte ist landwirtschaftlich genutzt.

Angekommen auf Camping Kaya

Blick vom persönlichen Stellplatz über die Weinberge ins Tal

Grandios

 

In Ortahisar gehen wir auf unseren Campingplatz Kaya-Camping. Hier standen wir schon bei jedem unserer bisherigen Türkei-Besuche. Die Landschaft hier ist einfach märchenhaft und für uns ein Muss.

 

Vor rund 10 000 Jahren ist der Vulkan Ericiyes ausgebrochen und hat mit seinem Auswurf die ganze Gegend bedeckt. Das weiche Basaltgestein ist durch Sonne, Wind und Regen geformt worden und bizarre Formationen sind entstanden. In das Gestein haben die Menschen sich mit einfachsten Mitteln Wohnhöhlen gegraben.

 

Mit dem Fahrrad versuche ich den Weg zum nächsten Brot zu erkunden. Ein Kilometer bis zum nächsten Brot, davon 500m bergauf, ist also morgen für das Frühstück gut zu fahren.

 

Ortahisar, hier haben wir vor über 20 Jahren bei Crazy-Ali Kaffee getrunken. Ich fahre runter in das Ortszentrum. Crazy-Ali, der Poet und Antikhändler ist im vergangenen Jahr in seinen literarischen Himmel aufgestiegen. Schade, ich hätte mich gern mit ihm nochmal unterhalten.

Ortahisar links vor dem Muezzin war der Laden von Gray Ali.
Durch die in den Felsen gegrabenen Wohnungen sind wir beim ersten Mal bis nach oben gegangen. Das ist wohl auch noch heute möglich.

9. Oktober 2023, Montag 
Der heutige Morgen beginnt mit dem Gefauche von Brennern für hundert Heißluftballons. Auf den gegenüberliegenden Höhen über Göröme glühen Ballons in der Ferne, aus den Tälern rund um uns steigen die Ballons auf und schleichen sich den Verlauf der Täler entlang, einige steigen hoch auf.

Einfach nur schön!




 

Die ganze Situation ist so bizarr und schön, da muss man einfach nur fotografieren und kurze Videofilmchen machen. Frühstücken beim Schauspiel mit Menschen in Heißluftballons in einer großartigen Gegend. Wow. Mittagessen entfällt, dafür fahren wir mit den Rädern nach Ortahisar und trinken dort Kaffee.

 

Das ist ein Ausblick zum Frühstück

Hinein nach Ortahisar

Unser geliebter Felsen



Überall Herbergen






Vor Jahren sah das noch ganz anders aus. Schön ist es trotzdem.

Es geht gegen Abend

Eine Landschaft, die verzaubert.

Petras Fahrrad fällt zum dritten Mal hintereinander mit dem gleichen Problem aus. Vom Hinterrad springt der Mantel ab und der Schlauch platzt mit einem lauten Knall. OK, wir haben verstanden. Es muss ein neuer Fahrradmantel her. Das Problem können wir in der Großstadt Kayseri , vielleicht bei Decathlon, lösen. Das aktuelle Problem lässt sich nur mit einem Großtaxi lösen. Petra und ihr Rad fahren mit dem Taxi, ich mit meinem Rad separat und wir sind fast gleichzeitig zurück auf dem Campingplatz.
Petra und ihr Fahrrad

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