23H-09 Teil 4 Südzypern: Zu den Bädern der Aphrodite bis in die geteilte Hauptstadt Nikosia

 23H-09 Teil 4 Südzypern: Zu den Bädern der Aphrodite bis in die geteilte Hauptstadt Nikosia

 

 


 

28. Oktober 2023, Sonnabend

Von Pissouri bis zu den Bäder der Aphrodite ( auf der Karte blau gezeichnet)


Morgenschreck – Morgenbad und Morgendusche entfallen.

Der Kühlschrank ist ausgefallen. Unser Gas ist alle. 

Unsere Denke: ist ja ganz einfach, da fahren wir halt zur nächsten Tanke und füllen unser LPG-Gas (Propan) auf. Ist ja ganz einfach, LPG bei Google Maps eingeben, hinfahren und tanken. Denkste! Merke, auch Google weiß nicht alles. Die angegebene Tanke hat, entgegen Googles Wissen, kein LPG. OK, nochmal Google befragen und jetzt die Fotos ansehen und damit herausbekommen, wer tatsächlich LPG-Gas hat. Eine Tanke in Pafos hat auf dem Schild LPG. Geht doch! Stolz wie Bolle. 

Wir finden die Tanke. Wir finden die Zapfstelle. Wir parken ein zum Gas-Tanken. Ein Neger, oder ein stark pigmentierter Mensch, oder ein Farbiger, oder ein Man of Color hilft den Autofahrern beim Tanken von Diesel oder Benzin. Bezahlt wird per Automat. Die LPG-Zapfstelle hat am Wochenende, genauso wie das Tankstellenoffice zu. Zu gut deutsch: LPG gibt’s nicht. Merke am Wochenende kann man in Zypern kein LPG tanken. 

Ohne Gas kein funktionierender Kühlschrank. Wir brauchen für unseren Kühlschrank das Stromnetz. Dieses wartet auf dem Campingplatz bei den Bädern der Aphrodite bei uns. 50 km mit Batteriekühlung zur kalten Aphrodite. Gute Entscheidung, der beste Campingplatz auf Zypern ist bei dieser Hitze genau das Richtige. Schatten, etwas windig, eine fantastische Aussicht, Duschen, Gaststätte, was will man mehr.

Unser schattiges Plätzchen bei Aphrodite

Unglaublich schöne Aussichten vom Campingplatz

Der Mittelpunkt von Camping Aphrodite

So siehts hier aus


Oben links sind wir. Der Blick auf die Landkarte zeigt uns den Nahen Osten, samt Konfliktgebieten.


Am Abend auf Camping Aphrodite





29. Oktober 2023, Sonntag

Zu Fuß die 400m zu den Bädern der Aphrodite, anschließend Richtung Westkap. 


An den Bädern der Aphrodite

Man sagt, hier hätte Aphrodite gebadet. Durch den Baumbewuchs und das fließende Wasser ist es bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm zu baden. Wir dürfen nicht und eine Aphrodite im Wasser sehen wir auch nicht. Dafür aber mehrere davor.



Vor der Bade-Grotte ist ein kleiner Botanischer Garten angelegt. So läßt sich Aphrodite besser vermarkten.



Zum Abschluss nochmals die Bade-Grotte.


Der Weg ist sehr staubig, es ist sehr sonnig. Weit will ich bei diesen Bedingungen nicht wandern. Die Aussichte sind klasse. 

Eingang zu unserem Campingplatz

Von weiter oben der Blick auf den Platz, unser Auto und über das Meer bis zum nächsten Ort.


Blick in Richtung Westen

Badebucht

Nachmittagsbad auf felsigem Untergrund.



30. Oktober 2023, Montag

Petra traut sich mit ihren schmerzenden Knien mit zu den Bädern der Aphrodite. Von hier aus kann man mit einem 4x4 Jeep bis vor zum Kap und zurückfahren. Machen wir. Eine Stunde bestes Rummel-Rüttel-Erlebnis. 

Unsere kleine Reisegruppe

Auf dem Weg zur blauen Lagune



Hier wird gebadet



 

31. Oktober 2023, Dienstag

Verabschiedung von unserer netten Nachbarin Jeannine. Schön, wenn man so weit weg deutsch sprechen kann. Danke für deine Bekanntschaft!

Über die Berge nach Pegeia. Dieses Zypern ist ja nicht nur Strand und der Olymp mit knapp 2000m Höhe. 

Mächtige Täler und Schluchten prägen das Binnenland. Beeindruckend. 



In Pegeia grüßt uns von Weitem das Wrack eines auf Grund gelaufenen Frachters. 



Weiter nach Episkopi zum Übernachtungsstrand.



1.November 2023, Mittwoch

Die Zeit ist seit Sonntag umgestellt. Heute wachen wir sehr früh auf. Um 7:00 Uhr ist baden im warmen Mittelmeer angesagt. 

Dann über die Autobahn nach Nikosia. Neben Angelika und Bernd finden wir an der Stadtmauer einen Stell- und Übernachtungsplatz. 



Anschließend in die Altstadt-Süd. 



Die Hauptstadt Zyperns ist ebenfalls, wie das ganze Land, zweigeteilt. Mitten durch die historische Altstadt verläuft, die von Soldaten der Republik Zypern im Süden und von Soldaten des türkischen Staates im Norden bewachte „Green Line“. Zwischen den beiden verfeindeten Militärs überwachen UN-Soldaten die Pufferzone. Das scheint gut zu funktionieren.

Gar nicht weit von unserem Stellplatz treffen wir auf eine Schießscharte und die mit Maschendraht gesicherte Grenze. Gruselig.





Ein Stück weiter besteht die „Mauer“ aus übereinander gestapelten Benzinfässern. 


Das Ende einer Grenzkneipe.








Auf einem Balkon scherzen vier Soldaten miteinander, ein anderer steht bewaffnet in einem Bretterverschlag und scherzt mit. Fotografieren sollen wir nicht.

Im gesamten Gebiet nahe der Grenze sehen die Häuser nach verlassenem Zerfall und Wiederaufbau aus. Eine neue, noch im Bau befindliche orthodoxe Kirche, zeigt, wer hier den Glauben bestimmt. Während von der nördlichen Seite der Muezzin laut die frohe Botschaft der Muslime verkündet. Irre?!? 





Am Grenzübergang Ledra-Straße. Geteilte Straße, etwa gleichlang im Süden und im Norden. Das war mal das Herz dieser Stadt. Für EU-Bürger reichen Reisepass bzw. Personalausweis zum Grenzübertritt. Angelika und Bernd probieren den aus. Problemlos. Ausreise aus dem Süden beim ersten Posten, Einreise in den Norden beim zweiten Posten. Zurück das Spiel andersherum. Wir sparen uns dieses Prozedere. 

Obwohl, als gebürtiger DDR-Bürger nach Westberlin. Das wär´s gewesen! Mal mit dem richtigen Pass diese Scheiß-Berliner Mauer passieren. Das war mal ein Lebenstraum!  Und eine Kneipe an der Mauer hier in Nikosia heißt tatsächlich Berlin Wall 2. 


Der Irrsinn kennt Grenzen ! ! !

Kaffee trinken in einer entzückenden Eckkneipe.

















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