2026-UK+Irland-00-Vor der Reise

Es geht schon wieder los. Anfang April wollen wir wieder mit dem Wohnmobil nach UK, dem Vereinigten Königreich und in beide Irland oder vielleicht besser in beide Ir(r)länder.


Jetzt kommt die obligatorische Frage, die immer  vor einer Reise kommt: Seid ihr einverstanden, dass ich euch mit meinen literarischen Ergüssen über unsere Erlebnisse nerve, unterhalte oder sogar auch erfreue? Wenn “ja”, dann müsst ihr nichts tun. Bei “nein” reicht eine kurze Mitteilung an mich und ihr seid raus (aus der Abressliste der Vorjahre)!


Nochwas vornweg:

Vor etwas über zwei Jahren bin ich nach einem Fahrradsturz im Klinikum Neubrandenburg aufgewacht. Das war komisch: meine Frau Petra und mein Bruder Frank saßen da und ich wusste nichts. 

Sofort war ich wieder eingeschlafen. 


Ich war mit dem Rad in Neustrelitz gestürzt und hatte Glück gehabt: 

a) Ich hatte überlebt, 

b) Ich hatte nur mein Gedächtnis verloren und durfte alles neu lernen. 

c) Die Verletzungen im Gehirn waren nur vorläufig, also reparabel. 

Klar, es hat seine Zeit gedauert, aber ich habe so viel Glück und Unterstützung gehabt!!! 

Danke an die Ärzte! Gemeint ist damit das gesamte Krankenhaussystem und das Rehabilitationssystem. Wir wissen gar nicht, was wir in unserem Land an tollen Menschen und Systemen haben.

Danke an Petra und Frank und an alle, die mir in irgendeiner Form geholfen und mich unterstützt haben. Das weiß man erst in der Not zu schätzen!


Auf die Inseln: Vom Glambecker See bis zum Wild Atlantic Way

Am Donnerstag, d. 2. April 2026, werden wir auf unsere nächste große Reise gehen. Von Neustrelitz aus führt uns der Weg direkt Richtung Westen. 

Alles ist vorbereitet, die Vorfreude steigt und wir könnten eigentlich sofort den Zündschlüssel drehen. Aber wir lassen es langsam angehen – schließlich sind wir auf Reisen und nicht auf der Flucht!

In den letzten Monaten haben wir uns intensiv vorbereitet. Wir haben Reiseführer gewälzt und uns auf YouTube durch die rauen Küsten Schottlands und die grünen Hügel Irlands geklickt. 

Die Route hat sich nach und nach herauskristallisiert: 

Über den Ärmelkanal nach Dover, dann an London vorbei die englische Ostküste hoch über Harwich, Hull und Newcastle bis ins stolze Edinburgh. Von dort setzen wir von Cairnryan nach Belfast über, um die grüne Insel zu erkunden. Über Londonderry, Galway und Cork geht es bis nach Dublin. Zurück auf die Hauptinsel führt uns der Weg von Holyhead durch Wales nach Cardiff und Bristol, bis wir schließlich den wilden Westen Cornwalls mit Land’s End, dem Surferparadies Fistral Beach und den Mythen von Tintagel erreichen. Über das historische Bath und die Universitätsstadt Cambridge schließt sich der Kreis wieder in Dover.

Papierkram und Vorbereitungen

Seit dem Brexit ist die Planung etwas aufwendiger geworden, aber wir haben alles im Griff. Für das Vereinigte Königreich reicht uns der Reisepass, ein Visum ist für uns als Touristen glücklicherweise nicht nötig. Das elektronische Visum habe ich noch von der “Saunafahrt” nach London von Anfang November. Für Petra wird es eVisum in der nächsten Zeit beantragt.

Auch für Irland ist die Einreise unkompliziert.


Was die Bürokratie angeht:

  • Versicherung: Wir haben sichergestellt, dass unsere „Grüne Versicherungskarte“ auch das Vereinigte Königreich (UK) abdeckt, damit das Wohnmobil rundum geschützt ist.

  • Fähren: Die Überfahrten über den Ärmelkanal und die Irische See sind nicht gebucht. Das machen wir, wie bisher vor Ort. Anders als bei den unregelmäßigen Kaspischen Fähren gibt es hier zum Glück feste Fahrpläne. 

  • Gesundheitscheck: Wie üblich haben wir die Wintermonate genutzt, um alle Routine-Checks bei den Ärzten zu erledigen. Wir starten fit in das Abenteuer.

Technik & Gefühl

Das Auto ist frisch “ge-TÜV-t”  und ist komplett durchgecheckt. Eigentlich sollte bei dieser soliden Vorbereitung wenig schiefgehen. Wir gehen mit einem richtig guten Gefühl auf diese weite Reise: Von der Mecklenburgischen Seenplatte bis zu den schroffen Klippen des Atlantiks.

Die Koffer sind gepackt, die Kameras im iPhone sind bereit – die Insel ruft!


 

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